Marathon / Halbmarathon
Hallo,
während unseres letzten Aufenthalts auf Helgoland aufgrund des dortigen Marathons wurde bei uns in der Gruppe (wie in den vergangenen 2 Jahren auch) ein Thema heiß und höchst kontrovers diskutiert, bei dem mich eure Meinung interessieren würde. Und zwar ging es um folgenden Sachverhalt:
Der Sieger des Helgoland-Marathon von 1998, 2001, 2002 und 2004 ist 2005 und 2006 nicht den Marathon, sondern nur den „Mini-Marathon“ über 5,8 km gelaufen, den er natürlich erwartungsgemäß auch gewonnen hat. Seiner eigenen Aussage nach hätte er für den Marathon nicht ausreichend trainiert.
Bei unserer Diskussion ging es dann darum, dass einige Leute meinten, ein solcher Läufer hätte bei einem Jedermann-Lauf nichts verloren und würde dort nur den Sieg bzw. Pokal abgreifen wollen (wohl wissend, dass auf der Marathondistanz die Konkurrenz zu groß sei) obwohl er auf der großen Distanz immer noch schneller gewesen wäre als der Großteil des restlichen Teilnehmerfeldes, was auch sein (ehemaliger?) Titel des deutschen Meisters über 100km zeigen würde.
Meine Meinung dagegen war, dass auch dieser Läufer ein Recht darauf hat, mal auf die kurze Distanz zu gehen, egal aus welchen Gründen, denn ein Jedermann-Lauf ist halt für jeden da.
Daher nun meine Frage, wie ihr das seht? Ist ein solcher Läufer schon als „Profi“ einzuordnen und hat auf den Läufen, auf denen sonst nur Breitensportler und Gelegenheitsjogger starten nichts verloren und sollte diesen das Erfolgserlebnis des Sieges gönnen, oder darf auch er dort voll zuschlagen?
